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Wolfgang Wallowy

Inspirationen durch die Malerei von australischen Ureinwohnern



„Traumzeit ist Glauben“
Durch meinen langjährigen Aufenthalt in Australien kam ich in Kontakt mit der Malerei der Ureinwohner, den Aborigines, und ihrer Art die Welt zu sehen.
Die spiegelt sich beispielsweise in der Punktmalerei durch Symbole aus der Vogelperspektive, Töne der Farben und dem Röntgenstil bei Tieren wider.
Diese Kultur ist die älteste kontinuierliche der ganzen Welt, ihre Ursprünge liegen weit über über 60.000 Jahre zurück.
Ihre traditionellen Malereien erzählen daher von Legenden, geheimen oder heiligen Zeremonien, Orientierungshilfen, Gesetzen und vor allem der Schöpfungsgeschichte. Die Maler sicherten durch ihr gemaltes, rituelles Wissen den Fortbestand der Erfahrungen und das Überleben der Menschen. Es gibt keine Schriftzeichen bei den Aborigines.
Jedes Bild hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Konzentrische Kreise auf Bildern zeigen Traumplätze,
an denen die Ahnen geruht hatten, oder wo es geheime Wasserquellen gibt.
Die Schöpfungsgeschichte bzw. Traumzeit beschreibt die Entstehung der Welt durch übernatürliche Schöpfungswesen.
Die Aborigines sehen die Wurzeln ihrer Existenz in dieser Traumzeit, einer Ära die verging, als das Leben geformt wurde.
Beispielsweise ist dies die gesetzgebende Regenbogenschlange, der Blitzmann oder das Fruchtbarkeitswesen.
In ihrer Kultur ist jeder Mensch mit den Geistern und Gesetzen dieser Schöpfungsgeschichte verbunden.
Mit Träumen meinen sie den Glauben, dass diese Wesen vor langer Zeit die menschliche Gesellschaft begannen –
sie fertigten alle natürlichen Dinge und legten sie an einen besonderen Platz. Diese träumenden Wesen waren mit besonderen Orten oder Wegen und Pfaden verbunden. An vielen Stellen verwandelten sich diese Wesen selbst in Orte, in denen ihr Geist dann verblieb.
In den Mythen der Aborigines machte das Feuer das Land erst bewohnbar, denn die Aborigines nutzten das kontrollierte Verbrennen von Landstrichen als mächtige Jagdwaffe.
Sie sahen sich auch selbst als Teil eines lebenden Kosmos und behandelten daher ihre Umwelt mit viel Respekt.
Aborigines haben eine besondere Verbindung mit allem was natürlich ist. Aborigines sehen sich selbst als Teil der Natur, dass also Menschen, die zu einem bestimmten Gebiet gehören, wirklich Teil dieses Gebietes sind.
Wird dieses Gebiet zerstört, werden sie auch zerstört.


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